Solider Haushalt im Markt Burgebrach bietet gute Handlungsspielräume

Der Markt Burgebrach kann für das Jahr 2026 auf eine weiterhin sehr stabile finanzielle Lage blicken. Der verabschiedete Gesamthaushalt beläuft sich auf rund 51 Millionen Euro.

Die Einnahmesituation des Marktes Burgebrach entwickelt sich mit zu erwartenden 26,7 Mio. € weiterhin positiv. So sind u.a. für dieses Jahr über 19 Mio. € - also 3 Mio. € mehr Gewerbesteuer als im Vorjahr zu erwarten. Auch der Einkommensteueranteil mit 5, 1 Mio. € und der Umsatzsteueranteil mit 1 Mio. € verändern sich nach oben. In den prognostizierten Ausgaben von insgesamt 14,3 Mio. € sind die Kreisumlage mit 9,7 Mio. €, die Gewerbesteuerumlage mit 2,2 Mio. € und die VG-Umlage von 2,3 Mio. € enthalten. Dem Vermögenshaushalt werden heuer rund 7,9 Mio. € und der Rücklage 1,4 Mio. € zugeführt.

„Der Markt Burgebrach ist seit 2010 und damit im 17. Haushaltsjahr in Folge schuldenfrei und verfügt trotz umfangreicher Investitionen in den vergangenen Jahren weiterhin über Rücklagen in Höhe von 5,5 Mio. €. Hinzu kommen bewilligte Fördermittel aus bereits realisierten Maßnahmen. Hier werden dem Markt Burgebrach von Land bzw. Bund Mittel in Höhe von 9,8 Mio. € zufließen“, so Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk.

Insgesamt sind Investitionen von rund 17 Mio. € vorgesehen. Für die EDV der Verwaltung und für Fahrzeuge des Bauhofs fällt ein Anteil von 106.000 € des Marktes an die VG an. Feuerwehrfahrzeuge in Burgebrach, Stappenbach, Mönchherrnsdorf und Grasmannsdorf sind insgesamt mit 1 Mio. € veranschlagt, wofür Zuschüsse in Höhe von 285.000 € erwartet werden. In die Sanierung des Schulzentrums werden 3,4 Mio. € investiert, die mit 2,18 Mio. € bezuschusst werden. Die Sanierung der Windeckhalle ist mit 228.000 € im Haushalt veranschlagt, die neue Audio-Technik und Brandschutzvorkehrungen in der Steigerwaldhalle mit 185.000 € und technische Ausrüstungen für das Hallenbad mit 83.700 €. Für die Sanierung des Goldenen Hirschen sind heuer 1,5 Mio. € Kosten zu erwarten.

Die einzelnen Maßnahmen im Verwaltungshaushalt stellte der Kämmerer Andreas Kram vor.

Heimatenergie – Freiflächenphotovoltaikanlage bietet gute Erträge

Die Freiflächenphotovoltaikanlage der Heimatenergie Burgebrach erweist sich als wirtschaftlich erfolgreiches und zukunftsweisendes Projekt. Die Anlage an den Drudenleiten wurde Ende 2024 mit einer Leistung von 10,5 Megawatt in Betrieb genommen und liefert bereits im ersten vollständigen Betriebsjahr überzeugende Ergebnisse.

Zunächst präsentierten die Geschäftsführer Gottfried Bauer und Markus Kraus von der Heimatenergie Burgebrach GmbH die ersten Ergebnisse zum Betrieb der Freiflächenphotovoltaikanlage. Der Markt Burgebrach ist in der GmbH mit 51 % und Bayernwerk mit 49 % vertreten. Die Baukosten beliefen sich auf 5,8 Mio. €, so Gottfried Bauer rückblickend. Die Ergebnisse des Jahres 2025 liegen aufgrund eines stabilen Anlagenbetriebes über den Erwartungen.

Die Solarmodule spenden neben der Sonnenenergie auch Schatten für die Schafe, die für die Grünpflege eingesetzt werden.

 Außerdem wird durch eine Beweidung mit Schafen das Gras der Grünflächen kosteneffizient kleingehalten und so eine Verschattung verhindert. Perspektivisch ist der Ausbau durch einen Stromspeicher geplant, um die Nutzung der erzeugten Energie weiter zu optimieren.  Die erzeugte Energie könne damit je nach Bedarf gespeichert oder eingespeist werden. Dazu wurde bereits eine Netzanfrage zur Erhöhung der Bezugsleistung an Bayernwerk Netz gestellt. Der Markt Burgebrach hat die Präsentation und einen Jahresüberschuss 2025 von rund 224.000 € zur Kenntnis genommen. Unter Vorsitz von Marktgemeinderat Josef Thomann wurde der Aufsichtsrat, in dem alle drei Bürgermeister vertreten sind, entlastet.

Zum Abschluss seiner letzten Sitzung im Marktgemeinderat nach einer Amtszeit von 12 Jahren als Erster Bürgermeister – davor sechs Jahre als Marktgemeinderat - dankte Johannes Maciejonczyk dem Marktgemeinderat für die angenehme Diskussionskultur. Er habe sich auf jede Sitzung gefreut, weil damit etwas bewegt werden konnte. Den Nachfolgern wünschte er alles Gute und sachorientierte Entscheidungen. Mit einem „Machts gut“ beendete er die Sitzung.

Letzte Sitzung in der Amtsperiode: Bild vom MGR