„Nach vielen Gesprächen, Verhandlungen, Planungen und Beschlüssen des Marktgemeinderates können wir mit den Baumaßnahmen beginnen“, so Erster Bürgermeister Peter Pfohlmann. Die Gebäude seien für die Burgebracher ein Stück Heimat mit Geschichte und persönlichen Erinnerungen. „Wir schreiben die Geschichte weiter und können durch den Erwerb des Anwesens von der Familie Butterhof mit einem neuen Partner, der Familie Grimmer aus Trabelsdorf, den Gasthof mit einer modernen Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten neu beleben.“
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 12,1 Millionen Euro. Nach Abzug der Fördermittel aus der Städtebauförderung in Höhe von 2,64 Millionen Euro, einer Förderung der Oberfrankenstiftung von einer Million Euro, Mitteln der Denkmalpflege von rund 700.000 Euro sowie KfW-Mittel von 716.000 € und durch Vorsteuerabzug verbleibt für den Markt Burgebrach ein Eigenanteil von rund 5,1 Millionen Euro.
Bürgermeister Pfohlmann sprach allen Fördergebern, Planern und Mitwirkenden seinen Dank aus. Insbesondere dankte er dem Altbürgermeister und jetzigen Landrat Johannes Maciejonczyk für die Weichenstellung vor vier Jahren.
Maciejonczyk wiederum erinnerte sich noch gerne an den 22.12.2022, als er in einem spontanen Abschiedsbesuch im Goldenen Hirsch die Übergabe mit Familie Butterhof auf einer alten Ansichtskarte schriftlich fixierte. Johannes Maciejonczyk sei immer noch überzeugt, dass die Wiederbelebung des traditionsreichen Wirtshauses im Herzen Burgebrachs ein Mehrwert für den Ort und der Bedarf vorhanden sei.
Die Fortführung der Umsetzung von Leuchtturmprojekten in Burgebrach gehe mit diesem Projekt konsequent weiter, so Abteilungsdirektor Bernd Endres von der Regierung von Oberfranken. Nach Sanierung der Haupt- und der Marktstraße, dem neuen Rathaus, der Gestaltung neuer Plätze bei der Raiffeisenbank, im Pfarrgarten und am Rathaus usw. präge den Ortskern heute ein modernes Umfeld, in dem ein „wachgeküsster Goldener Hirsch“ perfekt hineinpasst.
Größter Zuwendungsgeber sei für dieses Projekt die Städtebauförderung aus dem Bund-Länderprogramm und dem Bayerischen Programm „Innen statt Außen“ mit 2,6 Mio. €. Die Förderung berücksichtige u.a den Pachtansatz und verschiedene weitere Kriterien. Insgesamt seien in den letzten Jahren rund acht Mio. € Städtebauförderungsmittel nach Burgebrach geflossen. Endres zeigte sich zuversichtlich, dass die Umsetzung dieses Projektes wie die bisherigen Maßnahmen auch gut gelingen werde.
Geschichte bewahren und wieder sichtbar machen – dieses Ziel steht für den Architekten Reinhold Jäcklein vom gleichnamigen Architekturbüro in Volkach im Mittelpunkt seiner Planungen. „Intensive Untersuchungen haben gezeigt, welch wertvolles Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1675 hier vor uns steht“, so Jäcklein in seinen Ausführungen. In dem Vorhaben werden die drei Bauteile von Fachwerkgebäude, neuem Verbindungsbau und Hotelanbau aus den 1960-Jahren in einem modernen Ensemble zusammengeführt, welches die Geschichte nicht verleugnet und eindeutig in die Zukunft blickt. Die neue Gaststätte biete 133 Gästen im Innenbereich und 48 Gästen im Außenbereich Platz. Ergänzt wird die Gastronomie durch ein Hotel mit 18 großzügigen Zimmern. Moderne technische Ausstattung und barrierefreie Erschließung seien ebenfalls Teil des Konzepts.
Nach dem Spatenstich mit vielen Gästen zapfte Erster Bürgermeister Peter Pfohlmann ein Fass Bier an und eröffnete zusammen mit den Kerwasburschen- und madla und zahlreichen Gästen die Kerwa 2026.