Nach einem traditionellen Festgottesdienst zu Ehren des Hl. Sebastians mit Pfarrer Bernhard Friedmann begrüßten die drei Bürgermeister die Gäste in der Steigerwaldhalle persönlich.
Zweiter Bürgermeister Peter Pfohlmann eröffnete den Festabend mit den besten Wünschen fürs neue Jahr und zeigte sich erfreut über die beeindruckende Resonanz. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Ehrengäste und Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Vereinen. Begeistert zeigten sich die Gäste von den musikalischen Wünschen der „Steigerwälderinnen“ mit Lissy Finster und Rita Ludwar.
Neujahrsansprache des Bürgermeisters
„… 100 Tage bin ich noch im Amt – es gibt noch was zu tun“, so Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk, beim Neujahrsempfang, den er in seiner Funktion letztmalig besuchte. Eine ihm zugegangene E-Mail mit dem Dank an den Bauhof für seine Arbeiten nahm er zum Anlass, darüber nachzudenken – wann haben wir zuletzt jemanden ein „Danke“ gesagt? „Sagen wir öfter mal ein Danke und zeigen wir Wertschätzung unserem Gegenüber für die Normalität, die wir oft als selbstverständlich hinnehmen.“ Auf viele verschiedene Maßnahmen des vergangenen Jahres wie beispielsweise der Fortschrift des Ausbaus des gemeindeeigene Glasfasernetzes, die neue Mobilstation als zentralen Verkehrsknotenpunkt im Westen, die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen im Historischen Ortskern, die Erweiterung der Kläranlage, Sanierung der Schule, die Inbetriebnahme der Freiflächenphotovoltaikanlage u.a. sei er stolz und dankte allen insbesondere auch dem Marktgemeinderat, dessen Miteinander maßgebend zum Erfolg der Marktgemeinde beitragen. Im Weiteren ging er auf die mit Walsdorf gemeindeübergreifende entstehenden Windkraftanlagen, die Dorferneuerungen Dippach und Treppendorf, die Beschaffung der Notstromaggregate für alle 12 Feuerwehren, die Neugestaltung des Schelmsbergs in Oberköst und der Ortsdurchfahrt in Tempelsgreuth ein. Sein abschließender Wunsch – „Behalten wir uns das wertschätzende Miteinander bei.“
MdB Andreas Schwarz plädiert für mehr Optimismus
„Dieses Feuerwerk an guter Laune in Burgebrach, brauchen wir in unserem Land – in ganz Europa“, sichtlich beeindruckt zeigte sich der Bundestagsabgeordnete Andraes Schwarz von seinem Vorredner.
In Deutschland sei die Erwartung vorsichtig, die Laune entwicklungsfähig, obwohl es uns ziemlich gut geht. Von den Politikern wird erwartet, alles zu lösen, schnell, gerecht, bezahlbar und ohne Nebenwirkungen. Lernen wir, das Funktionierende zu sehen und nicht nur das Unvollkommene. Leben wir die Demokratie, gestalten wir unsere Zukunft mit Mut, Zuversicht und Humor. Sein Wunsch für das neue Jahr: „Es gibt nichts Gutes – außer: Man tut es“ – ein Zitat von Erich Kästner.
Lutz Wagner: Fair Play ist eine Art des Denkens
„Gelebtes Fair Play“ - in einer erfrischenden und mitreisenden Art ging der Festredner Lutz Wagner, langjähriger Bundesliga-Schiedsrichter darauf ein, dass sowohl im Fußball als auch im alltäglichen Leben „Fair Play und Gerechtigkeit“ von großem Wert sei. Es gibt Regeln und ungeschriebene Gesetze, dazu braucht es Menschen als Entscheider und in Vorbildfunktionen. Entscheidungen sind im Leben wichtig. Jahrelang habe er vor großem Publikum Entscheidungen in kürzester Zeit unter enormen Druck treffen müssen.
Rot oder Gelb?
Anhand von Fußball-Videos forderte er die Gäste auf, spontan zu beurteilen – gelbe Karte kein Foul – rote Karte Foul. Danach zeigte er die Auflösung – Falsche oder richtige Entscheidung?
Für eine gute Entscheidungsfindung gibt er seinen Schiedsrichterschülern auf den Weg, besonders achtsam zu sein. D.h. Unvorhergesehenes erahnen, dieses erkennen und zu bewerten und dann erst zu entscheiden.
Den Gästen gab er mit auf den Weg: Ständige Veränderung im Leben sind die Regeln – bleiben Sie dabei sonst werden sie abgehängt. Und zum Schluss: „Machen – positives Herangehen ist immer gefragt. “
Dank und Anerkennung an Johannes Maciejonczyk und seine Ehefrau Monika
Kein Abschied, aber ein Dank von Herzen: Beim Neujahrsempfang ehrten die Bürgermeister Peter Pfohlmann und Peter Ludwig den ab Mai ausscheidenden Ersten Bürgermeister Johannes Maciejonczyk mit bewegenden Worten.
Sie würdigten sein herausragendes Engagement und seine jahrelange Verantwortung, mit der er den Markt Burgebrach geprägt hat. Seit zwölf Jahren stehe Maciejonczyk für Weitblick, Verlässlichkeit und tiefe Verbundenheit zu den Menschen der Gemeinde.
Die Gäste des Empfangs dankten ihm mit stehenden Ovationen, die seine Leistungen und seinen Einsatz in eindrucksvoller Weise würdigten. Ein Moment voller Respekt, Anerkennung und Wertschätzung, der die tiefe Dankbarkeit der gesamten Gemeinde spürbar machte.
Die Trachtengruppe des Heimatvereins Burgebrach begeisterte mit ihrem Volkstanzauftritt unter musikalischer Leitung von Lissy Finster. Nach jahrzehntelangem Wirken von Dieter Wächtler hat Anne Messingschlager die Leitung übernommen.
Die musikalischen Beiträge des Trios „Red Pack“ sorgten während des Abends ebenso wie bei dem anschließenden Get-together für eine stimmungsvolle Atmosphäre.