Kommunale Wärmeplanung

Die Gemeinde Schönbrunn i. Steigerwald stellt sich ihrer Verantwortung, nach dem Bayerischen Wärmeplanungsgesetz Bayern und hat einen Wärmeplan für die Gemeinde erstellen lassen.

Ende 2024 wurde das Institut IfE GmbH, Amberg beauftragt. Die Planungskosten werden vollumfänglich durch staatliche Fördermittel gedeckt.

In der Zwischenzeit wurden Potenziale zur Wärmeerzeugung vor Ort untersucht. Ziel der Wärmeplanung ist es, den Hausbesitzern eine Orientierung für künftige Wärmelösungen zu bieten. „Aufgrund der Größe sowie der Abstände der einzelnen Ortsteile wird ein Wärmenetz im ländlichen Raum nur punktuell in Frage kommen“, so Erster Bürgermeister Dirk Friesen.

Fritz Schöberlein, M.Sc., vom beauftragten Institut informierte den Gemeinderat in seiner Sitzung, dass in Schönbrunn derzeit der Wärmeverbrauch bei rund 21 GWh/a liegt. Eine Bestandsanalyse zeigt, dass die Wärme zu 74 % aus Heizöl, zu 18 % aus fester Biomasse, 3 % aus Erdgas, 3% aus Strom und zu 3 % aus Umweltwärme erzeugt wird. Die neun Gemeindeteile wurden in einzelne Quartiere unterteilt und anhand ihrer Wärmebedarfsdichte bewertet.

Je dichter die Bebauung und je höher der Wärmebedarf, desto wirtschaftlicher ist auch der Betrieb eines Wärmenetzes.

Als Ergebnis wurde festgestellt, dass bis ins Jahr 2045 in den Gemeindeteilen eine zentrale Wärmeversorgung eher nicht geeignet ist.

Lediglich im Hauptort Schönbrunn könnte langfristig ein Wärmenetz entstehen. Der Bereich des Ortskerns bis zur südlichen Bebauung könnte ab etwa 2030 als Wärmenetzausbaugebiet und ab 2040 als Wärmenetzverdichtungsgebiet in Betracht kommen. Der derzeitige Wärmebedarf in diesem Gebiet liegt bei rund 6.500 MWh. Der Gemeindeteil Steinsdorf wurde als Prüfgebiet ausgewiesen.

Welche Energiemöglichkeiten zur Wärmeerzeugung sind in Schönbrunn vorhanden? Das Potenzial für die Windkraft liegt bei 114 GWh, die PV-Freiflächen-Anlagen bei 12 GWh und die Aufdach-PV-Anlagen bei 15,6 GWh. Möglich wären auch Biomasse (holzartig), Geothermie oder Biogas.

Ein unmittelbarer Handlungsbedarf ergibt sich aus der Wärmeplanung derzeit nicht. Der Gemeinderat hat den Wärmeplan beschlossen; eine Fortschreibung ist in fünf Jahren vorgesehen.

Weiterhin lag dem Gemeinderat ein Antrag des Schützenvereins „Hubertus“ Schönbrunn vor. Dieser beantragte einen Zuschuss für die Errichtung von zwei Wohnmobil-Stellplätzen auf dem Parkplatz vor dem Schützenhaus. Geplant sind Pflasterarbeiten sowie die Versorgung mit Frischwasser und Strom. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Aus Mitteln der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Ebrachgrund wird bereits ein Zuschuss in Höhe von 5.200 Euro gewährt.

Der Gemeinderat beschloss, keinen weiteren Zuschuss zu bewilligen, da bereits eine anteilige Förderung über das Regionalbudget der ILE Ebrachgrund erfolgt.