Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,

Deutschland hat sich bis 2035 zum Ziel gesetzt, Treibhausgasneutralität im Stromsektor zu erreichen. Um das Zwischenziel eines Anteils von erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Höhe von 80% im Jahr 2030 zu erreichen, wird formuliert, dass die Photovoltaik (PV)-Leistung neben anderen Energieträgern auf 215 Gigawatt steigen muss. 

Um diesen Wert zu erzielen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Anfang März den Entwurf einer Photovoltaik-Strategie herausgegeben. Bereits zwei Jahre vorher haben wir uns im Gemeinderat Gedanken über einen Grundsatzbeschluss für den Bau von Freiflächenphotovoltaikanlagen gemacht. In einer Klausurtagung haben wir uns von Bayernwerk und den Regionalwerken des Landkreises Bamberg einige Möglichkeiten vorstellen lassen. Alleine vier Projektanten haben uns kontaktiert und einen Antrag für den Bau einer Freiflächenanlage eingereicht. Wie geht man als Gemeinde damit um? Lässt man alle Anlagen zu? Wollen wir in der aktuellen Situation wie z. B. der Energiekrise nur zusehen und nicht handeln? 

So haben wir uns entschieden, ein Planungsbüro zu beauftragen, ein Gutachten nach Eignung der Lage und unseren Vorgaben (Einsehbarkeit, Entfernung von mind. 200 m zum nächsten Wohngebäude, Bodengüte etc.) zu erstellen. Weiter hat der Gemeinderat Richtlinien mit einem Kriterienkatalog zusammengestellt. Zusammen mit dem Gutachten wurden diese in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am 15.09.2022 beschlossen. Alle Interessenten zur Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage konnten sich bis zum 01.02.2023 dazu bewerben. 

Vier Projektanten stellten ihre Anlagen dem Gremium vor. Nach einem Auswahlverfahren wurde letztendlich die Firma Projektentwicklung Friedrich Brehm GmbH & Co. KG, Vestenbergsgreuth, ausgewählt. Dieser Bewerber hält sich genau an das Gutachten sowie unseren Kriterienkatalog. In der letzten Sitzung wurde diese Anlage der Öffentlichkeit vorgestellt und beschlossen. 

Die Anlage mit einer Nutzfläche von max. 10 ha entsteht nördlich von Zettmannsdorf. Alle Bürger der Gemeinde Schönbrunn i. Steigerwald können sich an der Betreibergesellschaft finanziell beteiligen. Der Sitz der Gesellschaft muss in der Gemeinde bleiben, somit bleibt die Wertschöpfung auch bei uns. Gerne können Sie auch das Gutachten sowie die Richtlinien mit dem Kriterienkatalog auf unserer Homepage nachlesen. 

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und steuern somit einen kleinen Teil zur Bekämpfung der Klima- und Energiekrisen bei.

Neben der Freiflächen-PV-Anlage bieten natürlich die vorhandenen und die neuen Dächer weiteres Potenzial zur Belegung mit Photovoltaikplatten. Der ausgewählte Projektant belegt auch das Kindertagesstätten- und Feuerwehrhausdach in Schönbrunn mit Photovoltaik.

Dirk Friesen          

                                                                   
1. Bürgermeister                                                                          
Gemeinde Schönbrunn i. Steigerwald