2. Änderung und Erweiterung vorhabenbezogener Bebauungsplan „Gewerbegebiet Treppendorf III“

Bekanntmachung 
- Förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB -

Der Marktgemeinderat Burgebrach hat am 16.10.2018 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes (BBPs/GOPs) mit der Bezeichnung

2. Änderung und Erweiterung vorhabenbezogener Bebauungsplan „Gewerbegebiet Treppendorf III“ 

beschlossen. Zum Geltungsbereich des BBPs/GOPs gehören zwei Teilflächen, zum einen der Geltungsbereich (Teilfläche 1), der Lage und Abgrenzung der eigentlichen Bau- und Verkehrsflächen (eigentliches Baugebiet) definiert, zum anderen der Geltungsbereich (Teilfläche 2), der die Lage und die Abgrenzung der der Teilfläche 1 zugeordneten, externen, naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen bestimmt.

Der räumliche Geltungsbereich der Teilfläche 1 (eigentliches Baugebiet) wird

im Norden durch das Grundstück mit der FlNr 69/1 (Gmkg. Treppendorf, Stellplatzflächen) und Teilflächen der Grundstücke mit den FlNrn 63 (Gmkg. Treppendorf, „Hans-Thomann-Straße Nord“) und 61 (Gmkg. Treppendorf, private Grundstückszufahrt Fa. Thomann GmbH),

im Süden durch Teilflächen der Grundstücke mit den FlNrn 65 (Gmkg. Treppendorf, Weide/Koppel) und 63 (Gmkg. Treppendorf, „Hans-Thomann-Straße Nord“) sowie durch das Grundstück mit der FlNr 66 (Gmkg. Treppendorf, private Garten-/Grünfläche),

im Westen durch Teilflächen des Grundstückes mit der FlNr 63 (Gmkg. Treppendorf, „Hans-Thomann-Straße Nord“) und durch das Grundstück mit der FlNr 3 (Gmkg. Treppendorf, landwirtschaftliche Nutzfläche) sowie

im Osten durch die Grundstücke mit den FlNrn 75/2 (Kreisstraße Kr BA 33, Straße „Treppendorf“ mit Straßenbegleitgrün), 66 (Gmkg. Treppendorf, private Grün-/Gartenfläche) und 18/1 (Gmkg. Treppendorf, Privatgrundstück mit Wohnhaus, Garten und Nebenanlagen)

begrenzt.

Der Geltungsbereich der Teilfläche 1 beinhaltet folgende Grundstücke der Gemarkung (Gmkg.) Treppendorf teil- (TF) oder vollflächig:

FlNrn 61 (TF), 63 (TF), 63/1, 65 (TF), 65/1, 67, 68

Es ist beabsichtigt, den vorbeschriebenen Geltungsbereich als Gewerbegebiet gemäß § 8 Abs. 1 und Abs. 2 Nrn. 1 - 2 BauNVO zu entwickeln.

Zum Geltungsbereich des BBPs/GOPs gehören auch die notwendigen, extern gelegenen, naturschutzrechtlichen Kompensationsflächen (Teilfläche 2). Diese befinden sich auf dem im Marktgemeindegebiet liegenden Grundstück mit der FlNr 1707 (Gmkg. Burgebrach). Das Grundstück wird teilflächig (ca. 0,05 ha) in Anspruch genommen. Das Grundstück FlNr 1707 (Gmkg. Burgebrach) wird

im Norden durch das Grundstück FlNr 1708 (Gmkg. Burgebrach, landwirtschaftliche Nutzflächen),

im Süden durch das Grundstück mit der FlNr 1706 (Gmkg. Burgebrach, landwirtschaftliche Nutzflächen),

im Westen durch das Grundstück mit der FlNr 1705 (Gmkg. Burgebrach, öffentlicher Feldweg) sowie

im Osten durch das Grundstück mit der FlNr 1709 (Gmkg. Burgebrach, öffentlicher Feldweg)

begrenzt.

Der Planentwurf in der Fassung vom 15.01.2019 wurde von der Ingenieuraktiengesellschaft Höhnen & Partner aus Bamberg ausgearbeitet in der Marktgemeinderatssitzung vom 15.01.2019 für die förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB bzw. für die förmliche Behörden- und Trägerbeteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB bestimmt.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

• Begründung zum Planentwurf vom 15.01.2019 mit umweltbezogenen Informationen, in wie weit naturschutzfachliche Schutzgebiete, Boden-, Kultur- und Baudenkmäler vorliegen bzw. von der Planung betroffen sind sowie mit umweltbezogenen Informationen zu den Aspekten „Geologie/Baugrund“, „Altlasten“, „Geothermie“, zu den Belangen des Wassers (Hochwasserschutzgebiete, wassersensible Bereiche, Wasserschutzgebiete, Grundwasser usw.) und zu den Belangen sonstiger Schutzgüter (Bestandssparten, Belange benachbarter schutzwürdiger Wohnnutzungen, Belange der Landwirtschaft, sonstiger Belange). Weiterhin enthält die Begründung Informationen zu den Themen „Abwasser-/Niederschlagswasserbeseitigung“, „Trinkwasser, Elektrizität, Telekommunikation, Löschwasser“, „Wasserflächen und Flächen für die Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und für die Regelung des Wasserabflusses“, zu Planungen, Nutzungsregelungen, Maßnahmen und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft (Pflanzgebote, Vorgaben zur Gestaltung der externen naturschutzrechtlichen Ausgleichsfläche) sowie zum Thema „Immissionsschutz“ (landwirtschaftliche Immissionen, Verkehrs- und Gewerbelärm, Lichtemissionen), weiterhin zu den Themen „Aufschüttungen/Abgrabungen, Stützmauern“, „Regenerative Energie,“ „Klimaschutz“ sowie zu artenschutzrechtlichen Belangen. Des Weiteren sind Angaben zu den gestalterischen Zielen der Grünordnung (inkl. Angaben von Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen) Bestandteil der Begründung.

• Separater Umweltbericht zum Planentwurf vom 15.01.2019 mit einer Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele des Bebauungsplanes, mit einer Beschreibung der Festsetzungen des Plans mit Angaben über Standort, Art und Umfang der Planung, zum Bedarf an Grund und Boden sowie mit einer Darstellung der Umweltschutzziele aus übergeordneten Fachgesetzen/-plänen, die für den Bauleitplan von Bedeutung sind, und der Art, wie diese Ziele und die Umweltbelange bei der Aufstellung des Bauleitplans berücksichtigt wurden. Weiterhin enthalten sind eine Bestandsaufnahme der einschlägigen Aspekte des derzeitigen Umweltzustandes (Basisszenario) bezogen auf die relevanten Schutzgüter („Mensch“, „Flora/Fauna“, „Boden“, „Wasser“, „Klima/Luft“, „Landschafts-/Siedlungsbild und Freiraumerhaltung“ sowie „Kultur-/Sachgüter“), eine Beschreibung der Umweltmerkmale der Gebiete, die voraussichtlich erheblich beeinflusst werden sowie eine Übersicht über die voraussichtliche Entwicklung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung. Es folgen Ausführungen zur Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung (bezogen auf die vorgenannten Schutzgüter) sowie eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen, mit denen festgestellte erhebliche, nachteilige Umwelteinwirkungen (bezogen auf die Schutzgüter) vermieden, verhindert oder verringert werden sollen. Es schließt sich eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen an, mit denen festgestellte, erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen ausgeglichen werden sollen (Ermittlung des Eingriffsumfangs und des Ausgleichsbedarfs inkl. Beschreibung der Ausgleichsmaßnahmen). Des Weiteren enthält der Umweltbericht eine Beschreibung der in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten, eine Beschreibung der erheblichen nachteiligen Auswirkungen nach § 1 Abs. 6 Nr. 7 j) BauGB und schließt mit „zusätzlichen Angaben“ ab (Beschreibung der wichtigsten Merkmale der verwendeten technischen Verfahren bei der Umweltprüfung, Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben [z. B. technische Lücken oder fehlende Kenntnisse], Beschreibung der Maßnahmen zur Überwachung [Monitoring], allgemein verständliche Zusammenfassung, Referenzliste der herangezogenen Quellen).

• Anlagen zum Umweltbericht vom 15.01.2019 (Bestandsplan, Bewertungsplan, Eingriffsplan, Übersichtstabelle Monitoring, Übersichtslageplan benachbarter Bebauungspläne)

• Schalltechnische Untersuchungen vom 11.10.2018 (Bericht-Nr. 11.5612-b16a), vom 09.11.2015 (Bericht-Nr. wi-11.5612-b10), vom 09.11.2015 (wi-11.5612-b11) und vom 09.11.2015 (wi-11.5612-b12)

Darüber hinaus liegen folgende, im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung abgegebene Stellungnahmen mit umweltrelevanten/umweltbezogenen Informationen vor:

• Stellungnahme des Landratsamtes (LRAs) Bamberg (v. 05.12.2018), Fachbereich (FB) „Wasserrecht“, mit Hinweisen zur Wasserver-, zur Abwasser- bzw. zur Niederschlagswasserentsorgung

• Stellungnahme des LRAs Bamberg (v. 05.12.2018), FB Immissionsschutz, mit Hinweisen zur zeichnerischen Festsetzung notwendiger Immissionsschutzmaßnahmen

• Stellungnahme des LRAs Bamberg (v. 05.12.2018), FB „Bodenschutz“, mit Hinweisen zum Thema „Altlasten“

• Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Kronach (v. 06.12.2018) mit Hinweisen zu Wasserschutzgebieten/Wasserversorgung, Abwasser- & Niederschlagswasserbeseitigung/ Gewässerschutz sowie Überschwemmungsgebieten/Gewässerentwicklung und Altlasten

• Stellungnahme des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bamberg (v. 19.11.2018) mit Hinweisen zur Ausführung von Einfriedungen entlang gemeinsame Grenzen mit landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie zur Ausführung von Abgrabungen/Aufschüttungen in diesen Bereichen

• Stellungnahme des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Auracher Gruppe, Stegaurach (v. 06.11.2018) mit Hinweisen zum Anschluss des Plangebietes an die vorhandene Trinkwasserversorgung

• Stellungnahme der Bayernwerk Netz GmbH (v. 23.11.2018) mit Hinweisen zu einer Hochspannungsfreileitung, die die festgesetzte naturschutzfachliche Ausgleichsfläche kreuzt

• Private Stellungnahme vom 07.12.2018 mit Einwendungen zum Thema Verkehrs-/ Gewerbelärm und dadurch potenzielle ausgelösten Beeinträchtigungen benachbarter Wohnnutzungen

• Private Stellungnahme vom 07.12.2018 mit Einwendungen zum Thema Lärmemissionen und zur planbedingten Einschränkung von Entwicklungsmöglichkeiten auf Privatgrun.

Der Planentwurf mit Begründung und separatem Umweltbericht mit den Anlagen 1 - 5 (jeweils in der Fassung vom 15.01.2019), die schalltechnische Untersuchung (Stand: 11.10.2018) sowie die vorgenannten Stellungnahmen mit umweltrelevanten Informationen liegt in der Zeit vom


                     04.02.2019 bis 15.03.2019

im Rathaus des Marktes Burgebrach (Bauamt, 1. Stock, Zimmer Nr. 12, Hauptstraße 3, 96138 Burgebrach) zu den allgemein bekannten Öffnungs-/Dienstzeiten öffentlich aus und kann dort von jedermann eingesehen werden. Zusätzlich werden die Auslegungsunterlagen auch auf der Homepage des Marktes Burgebrach online/digital zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt. Während der Auslegungsfrist können bei der Marktgemeinde Anregungen oder Bedenken zum Bebauungsplan schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.



Burgebrach, den 24.01.2019


Johannes Maciejoncyk
Erster Bürgermeister
Markt Burgebrach