Durchführungsbeschluss zur Dorferneuerung Dippach II gefasst

Den Beschluss zur Durchführung der Straßensanierung in der Würzburger Straße fasste der Marktgemeinderat Burgebrach in seiner Sitzung.

Der Marktgemeinderat Burgebrach widmete sich in seiner Sitzung ausführlich den Planungen zur Dorferneuerung in Dippach. Erste Bestrebungen zu einer Dorferneuerung waren bereits im Jahr 2008 angedacht, wurden dann aber aufgrund unterschiedlichen Interessen wieder verworfen, so Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk. Nun konnte ein Konsens gefunden werden und der Bürgermeister ist erfreut, dass für die seit 2016 wieder aufgenommenen Dorferneuerungsmaßnahmen seitens des Amtes für ländliche Entwicklung noch eine Förderung von 25 % in Aussicht gestellt wurde.

Dipl.-Ing. (FH) Michael Hübner und Landschaftsarchitektin Eva Grömling vom beauftragten Büro BAUR Consult, Haßfurt, stellten dem Marktgemeinderat und der anwesenden Teilnehmergemeinschaft die Maßnahmen vor. Die Fläche westlich des Dorfgemeinschaftshauses soll gepflastert werden und daran angrenzend ein Spielbereich mit Sitzstufen und Zugang zur Dippach sowie ein Brunnen errichtet werden. Das Ufer des östlich gelegenen Weihers wird neugestaltet und stellenweise für einen direkten Zugang abgeflacht. Vor der gegenüberliegenden Kapelle ist eine Rampe für einen barrierefreien Zugang vorgesehen.

Die Durchfahrtsstraße soll in einer Breite von 4,75 m asphaltiert werden, daran grenzt ein 1,50 m breiter gepflasterter Gehweg im südlichen Verlauf an. Durch Grunderwerb kann die „Dippach“ teilweise um 2 m in Richtung Süden verlegt werden, wodurch künftig eine breitere Verkehrsfläche erzielt werden kann.

Die Nebenstraßen werden zwischen 3 m und 4,30 m breit und erhalten keinen Gehweg.

Eine große Herausforderung stellen die Verlegung der Dippach und die Überfahrten zu den angrenzenden Anwesen dar. Während der Baumaßnahme wird die „Dippach“ verrohrt, die nördlichen privaten Einleitungsstellen des Oberflächenwassers müssen weiterhin angebunden werden. Hinsichtlich der Ufergestaltung sowie der Straßenplanung musste ein hydraulisches Gutachten durchgeführt werden. So sind demnach 8 bis 10 m tiefe Bohrpfähle für die Ufermauern zu erstellen. Ein Gutachten belegt weiter, dass die Planungen zur Verlegung der Dippach keine Verschlechterung der Hochwasserabführung für die Gebäudeanlieger mit sich bringt. Auch während der Bauphase ist die Sicherstellung des Abflusses der Dippach gemäß den Erfahrungen der vergangenen Regenereignisse gewährleistet. 

Weiter sind noch die Oberflächenkanäle, die Straßenbeleuchtung und das Buswartehäuschen zu erneuern. Speedpipes für die Breitbandversorgung werden mit verlegt. Die Gestaltung des Brunnens wird noch abgestimmt.

Insgesamt werden diese Maßnahmen nach Berechnung des beauftragten Ing. Büros 4,4 Mio. € kosten. Der Marktgemeinderat hat beschlossen, die vorgestellten Maßnahmen durchzuführen. In drei Bauabschnitten sollen die Maßnahmen zwischen August 2022 bis November 2024 umgesetzt werden. Während der Bauzeit ist eine großräumige Verkehrsumleitung vorgesehen.

Feuerwehrkommandanten bestätigt

Der Marktgemeinderat bestätigte für die Freiwillige Feuerwehr Oberköst als 1. Kommandant Hubert Göller und als seinen Stellvertreter Stefan Drescher, für die Freiwillige Feuerwehr Unterneuses als 1. Kommandanten Ralf Bogensperger und dessen Stellvertreter Stephan Metzner.

Bauleitplanung

Zur Verwirklichung eines Vorhabens hat der Marktgemeinderast beschlossen, den Bebauungsplan Im Köckel und Steinknock zum 3. Mal zu ändern und dazu die Aufstellungs-, Billigungs- und Auslegungsbeschlüsse gefasst.

Feststellung der Jahresrechnung 2020

Nach einer eingehenden Rechnungsprüfung für das Haushaltsjahr 2020 gab der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses 2. Bürgermeister Peter Pfohlmann die Niederschrift bekannt. Einwendungen wurden nicht erhoben. Das Haushaltsjahr schließt im Verwaltungshaushalt mit 21,6 Mio. €, der Vermögenshaushalt mit 18,3 Mio. € ab. Dem Vermögenshaushalt konnten 7,8 Mio. € zugeführt werden.

Neue Chronik – 1000 Jahre Burgebrach

Zur 1000-Jahr Feier des Marktes Burgebrach wird eine neue umfassende Ortschronik erstellt. Die Herausgeberin Dr. Monika Riemer-Maciejonczyk konnte dazu weitere 16 fachkundige Autoren gewinnen, die u.a. auch historische Wurzeln zu Burgebrach haben. Darunter sind Dr. Winfried Romberg. Lehrstuhl für fränkische Kirchengeschichte an der Universität Würzburg, Prof. Dr. Hedwig Röckelein von der Universität Göttingen, Prof. Dr. Winfried Schenk, Lehrstuhl für Historische Geographie an der Universität Bonn. Alle Autoren stellen Ihre Arbeitskraft und Ihr Wissen ehrenamtlich zur Verfügung. Die Druckkosten übernimmt der Markt Burgebrach.

 

Elke Pieger