1. Änderung und Erweiterung vorhabenbezogener Bebauungsplan „Gewerbegebiet Treppendorf“

- Förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB - 

Der Marktgemeinderat Burgebrach hat am 16.10.2018 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes (BBPs/GOPs) mit der Bezeichnung

1. Änderung und Erweiterung vorhabenbezogener Bebauungsplan „Gewerbegebiet Treppendorf“

beschlossen. Zum Geltungsbereich des BBPs/GOPs gehören zwei Teilflächen, zum einen der Geltungsbereich (Teilfläche 1), der Lage und Abgrenzung der eigentlichen Bau- und Verkehrsflächen (eigentliches Baugebiet) definiert, zum anderen der Geltungsbereich (Teilfläche 2), der die Lage und die Abgrenzung der der Teilfläche 1 zugeordneten, externen, naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen bestimmt.

Der räumliche Geltungsbereich der Teilfläche 1 (eigentliches Baugebiet) wird

im Norden durch Teilflächen des Grundstücks mit der FlNr 238 (Gmkg. Treppendorf, öffentlicher Feld-/Flurweg), durch die Grundstücke mit den FlNrn 70 (Gmkg. Treppendorf, öffentlicher Feldweg), 60/1 (Gmkg. Treppendorf, Gewerbegebietsflächen) und 60 (Gmkg. Treppendorf, Gewerbegebietsflächen),

im Süden durch die Grundstücke mit den FlNrn 235 (Gmkg. Treppendorf, landwirtschaftlich Nutzflächen) und 235/3 (Gmkg. Treppendorf, Stellplatzflächen),

im Westen durch das Grundstück mit der FlNr 243/1 (Gmkg. Treppendorf, Staatstraße St 2262 mit Flächen des Straßenbegleitgrüns) sowie

im Osten durch die Grundstücke mit den FlNrn 58 (Gmkg. Treppendorf, „Dippacher Weg“) und 59 (Gmkg. Treppendorf, „Dippacher Weg“)

begrenzt.

 

Der Geltungsbereich der Teilfläche 1 beinhaltet folgende Grundstücke der Gemarkung (Gmkg.) Treppendorf teilflächig (TF) oder vollflächig:

FlNrn 236, 237 und 238 (TF)

Es ist beabsichtigt, den vorbeschriebenen Geltungsbereich als Gewerbegebiet gemäß § 8 Abs. 1 und Abs. 2 Nrn. 1 - 2 BauNVO zu entwickeln.

Zum Geltungsbereich des BBPs/GOPs gehören auch die notwendigen, extern gelegenen, naturschutzrechtlichen Kompensationsflächen (Teilfläche 2). Diese befinden sich auf dem im Marktgemeindegebiet liegenden Grundstück mit der FlNr 1707 (Gmkg. Burgebrach). Das Grundstück wird teilflächig (ca. 0,26 ha) in Anspruch genommen. Das Grundstück FlNr 1707 (Gmkg. Burgebrach) wird

im Norden durch das Grundstück FlNr 1708 (Gmkg. Burgebrach, landwirtschaftliche Nutzflächen),

im Süden durch das Grundstück mit der FlNr 1706 (Gmkg. Burgebrach, landwirtschaftliche Nutzflächen),

im Westen durch das Grundstück mit der FlNr 1705 (Gmkg. Burgebrach, öffentlicher Feldweg) sowie

im Osten durch das Grundstück mit der FlNr 1709 (Gmkg. Burgebrach, öffentlicher Feldweg)

begrenzt.

 

Der Planentwurf in der Fassung vom 15.01.2019 wurde von der Ingenieuraktiengesellschaft Höhnen & Partner aus Bamberg ausgearbeitet und in der Marktgemeinderatssitzung vom 15.01.2019 für die förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB bzw. für die förmliche Behörden- und Trägerbeteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB bestimmt.

 

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

 

• Begründung zum Planentwurf vom 15.01.2019 mit umweltbezogenen Informationen, in wie weit naturschutzfachliche Schutzgebiete, Boden-, Kultur- und Baudenkmäler vorliegen bzw. von der Planung betroffen sind sowie mit umweltbezogenen Informationen zu den Aspekten „Geologie/Baugrund“, „Altlasten“, „Geothermie“, zu den Belangen des Wassers (Hochwasserschutzgebiete, wassersensible Bereiche, Wasserschutzgebiete, Grundwasser usw.) und zu den Belangen sonstiger Schutzgüter (Bestandssparten, Belange benachbarter schutzwürdiger Wohnnutzungen, Belange der Landwirtschaft, sonstiger Belange). Weiterhin enthält die Begründung Informationen zu den Themen „Abwasser-/Niederschlagswasserbeseitigung“, „Trinkwasser, Elektrizität, Telekommunikation, Löschwasser“, „Wasserflächen und Flächen für die Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und für die Regelung des Wasserabflusses“, zu Planungen, Nutzungsregelungen, Maßnahmen und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft (Pflanzgebote, Vorgaben zur Gestaltung der externen naturschutzrechtlichen Ausgleichsfläche) sowie zum Thema „Immissionsschutz“ (landwirtschaftliche Immissionen, Verkehrs- und Gewerbelärm, Lichtemissionen), weiterhin zu den Themen „Aufschüttungen/Abgrabungen, Stützmauern“, „Regenerative Energie,“ „Klimaschutz“ sowie zu artenschutzrechtlichen Belangen. Des Weiteren sind Angaben zu den gestalterischen Zielen der Grünordnung (inkl. Angaben von Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen) Bestandteil der Begründung.

 

• Separater Umweltbericht zum Planentwurf vom 15.01.2019 mit einer Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele des Bebauungsplanes, mit einer Beschreibung der Festsetzungen des Plans mit Angaben über Standort, Art und Umfang der Planung, zum Bedarf an Grund und Boden sowie mit einer Darstellung der Umweltschutzziele aus übergeordneten Fachgesetzen/-plänen, die für den Bauleitplan von Bedeutung sind, und der Art, wie diese Ziele und die Umweltbelange bei der Aufstellung des Bauleitplans berücksichtigt wurden. Weiterhin enthalten sind eine Bestandsaufnahme der einschlägigen Aspekte des derzeitigen Umweltzustandes (Basisszenario) bezogen auf die relevanten Schutzgüter („Mensch“, „Flora/Fauna“, „Boden“, „Wasser“, „Klima/Luft“, „Landschafts-/Siedlungsbild und Freiraumerhaltung“ sowie „Kultur-/Sachgüter“), eine Beschreibung der Umweltmerkmale der Gebiete, die voraussichtlich erheblich beeinflusst werden sowie eine Übersicht über die voraussichtliche Entwicklung des Umweltzustandes bei Nichtdurchführung der Planung. Es folgen Ausführungen zur Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung (bezogen auf die vorgenannten Schutzgüter) sowie eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen, mit denen festgestellte erhebliche, nachteilige Umwelteinwirkungen (bezogen auf die Schutzgüter) vermieden, verhindert oder verringert werden sollen. Es schließt sich eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen an, mit denen festgestellte, erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen ausgeglichen werden sollen (Ermittlung des Eingriffsumfangs und des Ausgleichsbedarfs inkl. Beschreibung der Ausgleichsmaßnahmen). Des Weiteren enthält der Umweltbericht eine Beschreibung der in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten, eine Beschreibung der erheblichen nachteiligen Auswirkungen nach § 1 Abs. 6 Nr. 7 j) BauGB und schließt mit „zusätzlichen Angaben“ ab (Beschreibung der wichtigsten Merkmale der verwendeten technischen Verfahren bei der Umweltprüfung, Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben [z. B. technische Lücken oder fehlende Kenntnisse], Beschreibung der Maßnahmen zur Überwachung [Monitoring], allgemein verständliche Zusammenfassung, Referenzliste der herangezogenen Quellen).

• Anlagen zum Umweltbericht vom 15.01.2019 (Bestandsplan, Bewertungsplan, Eingriffsplan, Übersichtstabelle Monitoring)

• Schalltechnische Untersuchungen vom 11.10.2018 (Bericht-Nr. 11.5612-b16a), vom 09.11.2015 (Bericht-Nr. wi-11.5612-b10), vom 09.11.2015 (wi-11.5612-b11) und vom 09.11.2015 (wi-11.5612-b12)

 

Darüber hinaus liegen folgende, im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung abgegebene Stellungnahmen mit umweltrelevanten/umweltbezogenen Informationen vor:

• Stellungnahme des Landratsamtes (LRAs) Bamberg (v. 05.12.2018), Fachbereich (FB) „Wasserrecht“, mit Hinweisen zur Lage des Plangebietes in einem wassersensiblen Bereich sowie zur Wasserver-, zur Abwasser- bzw. Niederschlagswasserentsorgung

• Stellungnahme des LRAs Bamberg (v. 05.12.2018), FB „Bodenschutz“, mit Hinweisen zum Thema „Altlasten“

• Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Kronach (v. 07.12.2018) mit Hinweisen zu Wasserschutzgebieten/Wasserversorgung, Abwasser- & Niederschlagswasserbeseitigung/ Gewässerschutz sowie Überschwemmungsgebieten/Gewässerentwicklung und Altlasten

• Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege München (v. 05.12.2018) zu den Belangen der Kultur-, Boden- und Baudenkmalpflege

• Stellungnahme des Staatlichen Bauamtes Bamberg (v. 30.11.2018) zum Thema „Beleuchtung“ und der Ergreifung von Blendschutzmaßnahmen gegenüber der benachbarten Staatsstraße St 2262

• Stellungnahme des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bamberg (v. 19.11.2018), mit Hinweisen zur Ausführung von Einfriedungen entlang gemeinsame Grenzen mit landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie zur Ausführung von Abgrabungen/Aufschüttungen in diesen Bereichen

• Stellungnahme des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Auracher Gruppe, Stegaurach (v. 06.11.2018) mit Hinweisen zum Anschluss des Plangebietes an die vorhandene Trinkwasserversorgung

• Stellungnahme der Bayernwerk Netz GmbH (v. 23.11.2018) mit Hinweisen zu einer Hochspannungsfreileitung, die die festgesetzte naturschutzfachliche Ausgleichsfläche kreuzt

• Stellungnahme der PLEdoc GmbH Essen (v. 23.11.2018) mit Hinweisen zu einer Ferngasleitung mit Steuerkabel, die die festgesetzte naturschutzfachliche Ausgleichsfläche kreuzt

• Private Stellungnahme vom 07.12.2018 mit Einwendungen zum Thema Verkehrs-/ Gewerbelärm und dadurch potenzielle ausgelösten Beeinträchtigungen benachbarter Wohnnutzungen.

Der Planentwurf mit Begründung und separatem Umweltbericht mit den Anlagen 1 - 4 (jeweils in der Fassung vom 15.01.2019), die schalltechnische Untersuchung (Stand: 11.10.2018) sowie die vorgenannten Stellungnahmen mit umweltrelevanten Informationen liegen in der Zeit vom

                    04.02.2019 bis 15.03.2019

im Rathaus des Marktes Burgebrach (Bauamt, 1. Stock, Zimmer Nr. 12, Hauptstraße 3, 96138 Burgebrach) zu den allgemein bekannten Öffnungs-/Dienstzeiten öffentlich aus und können dort von jedermann eingesehen werden. Zusätzlich werden die Auslegungsunterlagen auch auf der Homepage des Marktes Burgebrach online/digital zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt. Während der Auslegungsfrist können bei der Marktgemeinde Anregungen oder Bedenken zum Bebauungsplan schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.

 

Burgebrach, den 24.01.2019

 

Johannes Maciejoncyk
Erster Bürgermeister
Markt Burgebrach